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Konzert am Gründonnerstag mit dem Ensemble Shoshan |
Am Gründonnerstag, 13. April, um 20.30 Uhr gastiert das „Ensemble SHOSHAN“ mit einem ungewöhnlichen Konzertprogramm in der Bad Homburger Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde, Sodener Str. 11/18. Die drei Musiker präsentieren Psalmenvertonungen in ihrer Ursprache, in Hebräisch, und möchten versöhnende Zeichen zwischen Christen und Juden setzen.
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Am Gründonnerstag, 13. April, um 20.30 Uhr gastiert das „Ensemble SHOSHAN“ mit einem ungewöhnlichen Konzertprogramm in der Bad Homburger Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde, Sodener Str. 11/18. Die drei Musiker präsentieren Psalmenvertonungen in ihrer Ursprache, in Hebräisch, und möchten versöhnende Zeichen zwischen Christen und Juden setzen.
Traditionell gedenken Christen am Gründonnerstag des letzten Abendmahls, das Jesus vor seiner Kreuzigung mit seinen Jüngern einnahm. Damals feierte er das jüdische „Pessachfest“, welches Juden bis heute an die Befreiung Israels aus ägyptischer Sklaverei erinnert. Dass die gesamte Bibel in Ursprung und Ausrichtung zutiefst in der jüdischen Kultur verwurzelt ist, rückt an einem Konzertabend mit dem Ensemble SHOSHAN hör- und spürbar ins Bewusstsein: Die Melodien lassen die jüdischen Wurzeln des christlichen Glaubens in lebhaften Rhythmen und ungewohnten Klangfarben erkennen.
„Shoshan“ ist übrigens das hebräische Wort für „Lilie“. So fremdartig dieser Name klingt, so originell ist auch die Musik der drei klassisch ausgebildeten Künstler. Das teils orientalisch, teils klassisch anmutende Liedrepertoire der Gruppe hat einen sehr eigenen Stil, der sich weder an kirchliche Musiktradition noch an traditionelle Synagogengesänge anlehnt.
Waltraud Rennebaum singt mit warmer, facettenreicher Stimme zu Schellentambourin und Handtrommel. Mit ihrem Gesang, ihrer lebendigen Moderation und einer geistlich sensiblen Ausstrahlung entführt sie das Publikum in fremde, teilweise exotische Klangwelten. Ihr Ehemann Raimund Rennebaum, Pianist des Ensembles, spielt virtuos und gelegentlich improvisierend Klavier und Keyboard. Aus seiner Feder stammen die sehr originellen Arrangements. Heike Zehe beeindruckt auf verschiedenen Querflöten sowohl mit klassischen als auch folkloristisch-orientalischen Passagen. Der jüdisch-hebräische Akzent in Melodik, Sprache und Rhythmus der Gruppe hat den in Deutschland wohl einmaligen Musikstil geprägt und wurde zum Markenzeichen von SHOSHAN. Die Kompositionen stammen aus Israel und von Waltraud Rennebaum selbst; die Künstlerin komponierte nahezu 80 Lieder, die auf bisher fünf CD-Alben eingespielt wurden.
Die Musiker erwarben sich in den etwa zwölf Jahren ihres Bestehens Bewunderung und Anerkennung für ihre authentische Interpretation alttestamentlicher Psalmen. Die Gruppe versteht es exzellent, die hebräische Ursprungswelt der von der Bibel inspirierten Liedertexte aufleben zu lassen. Es gelingt ein Brückenschlag, der Morgen- und Abendland verbindet und durch stilistische Vielfalt ein breites Publikum anspricht. Das Trio arbeitet z. Zt. an einer neuen CD mit dem hebräischen Titel „Maalot“, was übersetzt „Heraufsteigen“ bedeutet. Gemeint sind die Psalmen 120 bis 134, die so genannten Wallfahrtslieder, von denen im Konzert bereits einige Kostproben zu hören sein werden. Der Zuhörer darf also auf ein besonderes Konzerterlebnis gespannt sein!
Der Eintritt ist frei, es wird jedoch um eine freiwillige Spende zur Kostendeckung gebeten.
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