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Homburger Kirchengemeinde reist in den Libanon


Es ist ein Besuch in schwieriger Zeit. Mehrere Bombenanschläge haben die Lage in dem kleinen Land zwischen Israel und Syrien unsicherer gemacht. Eine Verschiebung der Reise steht für die 18-köpfige Gruppe aus der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde in der Sodener Straße trotzdem nicht zur Debatte. Auskünfte des Auswärtigen Amtes und weitere Hinweise von Fachleuten haben aber zu einer sorgfältigen Reiseplanung beigetragen.

Im Libanon unterstützt die EFG eine theologische Hochschule. Das Arabische Baptistische Seminar liegt am Rande der Hauptstadt Beirut. Nachdem Direktor und Dekan des Seminars schon in Bad Homburg zu Gast waren, kommt es nun ab Sonntag, 17. April, zum Gegenbesuch. Eine Woche lang wollen die Bad Homburger die Arbeit der Hochschule und Land und Leute kennen lernen. Das Seminar in Beirut lässt seine Studenten unter anderem auch in mehreren Sozial-Projekten in Beirut und Umgebung mitarbeiten, zum Beispiel in Kindergärten und medizinischen Einrichtungen. Da steht für die Besucher dann ganz praktische Hilfe auf dem Programm. So hat sich ein Kirdorfer Zahnarzt, Mitglied der Gemeinde in der Sodener Straße und Teil der Reisegruppe, bereit erklärt, seine Fachkenntnisse zur Verfügung zu stellen.

Mit im Gepäck hat die Gruppe aus der Kurstadt auch eine Spende von 6.000 Euro. Sie soll dem Ausbau eines Spielplatzes in Beirut zugute kommen, auf dem christliche und muslimische Kinder spielerisch entdecken, dass sie in einer Welt leben. Pastor Lutz Reichardt, der mit der Gruppe in den Libanon reist, betont, dass es bei den Kontakten nicht nur um finanzielle Hilfe geht. So könnten Christen aus Bad Homburg die arabische Welt besser kennen lernen, auch im Hinblick auf den Umgang mit Muslimen in Deutschland. Im Gegenzug hätten Studenten aus Beirut die Möglichkeit, Kontakt zu Christen aus einem westlichen Land aufzunehmen. In Planung sind, so Reichardt, ein Jugendaustausch, Hilfe bei medizinischen Projekten und die Unterstützung der wissenschaftlichen Arbeit und Ausbildung am Seminar.

Wer übrigens die Reise hautnah miterleben möchte, der findet im Internet auf der Startseite ab Sonntag ein täglich fortgeschriebenes Reisetagebuch.
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