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Herbert Sczepan - ein Brief Christi für diese Welt

Trauergemeinde nahm Abschied vom langjährigen Heimatmissionsreferenten

B a d H o m b u r g - Eine große Trauergemeinde, darunter das Präsidium und die Bundesgeschäftsführung unseres Bundes, hat am 19. November in Bad Homburg Abschied von Herbert Sczepan genommen. Der 77-jährige frühere langjährige Heimatmissionsreferent unseres Bundes war am 15. November einem Krebsleiden erlegen.

In seiner Predigt würdigte der Gemeindepastor und frühere Bundesdirektor Lutz Reichardt das Leben und Wirken von Herbert Sczepan. Er erinnerte daran, dass der Verstorbene eigentlich Postbeamter werden wollte. Doch Jesus Christus habe ihn "in die Laufbahn des Glaubens befördert. Aus dem Postbeamten Sczepan sollte nach Gottes Willen ein Brief Christi für diese Welt werden".

Nach dem Theologiestudium am Theologischen Seminar in Hamburg und Gemeindediensten in Pinneberg, Duisburg und Lübeck wurde er als Referent in die Heimatmission mit den Schwerpunkt Neuland- und Zeltmission berufen. Im Bund sei man auf ihn aufmerksam geworden, weil er "überall mit großen persönlichen Einsatz Gemeinde gebaut und Gemeindewachstum erlebt" habe. Reichardt: "Er hatte eine ausgesprochen evangelistische Begabung und fand für seine Generation die richtige Sprache." Ein herausragender Höhepunkt sei bei der Gebietsmission Rhein-Ruhr die Predigt vor mehreren Tausend Menschen in der Essener Gruga-Halle gewesen. Während seiner Dienstzeit seien "mehr als 30 neue Gemeinden in Deutschland entstanden". Bis zuletzt habe sein Interesse dem Bau des Reiches Gottes gegolten. Noch auf dem Sterbebett habe er gemeinsam mit Reichardt über die Gründung einer Zweiggemeinde in Griesheim bei Darmstadt nachgedacht: "Er konnte es einfach nicht lassen." Auch als Bundesangestellter habe er sich immer den Gemeinden verpflichtet gewusst: "Ein Bund fernab vom Pulsschlag der Gemeinden hätte ihn an den Rand der Verzweiflung gebracht."

Zum Beginn seiner Predigt verlas Reichardt den letzten Willen von Herbert Sczepan für seine Beerdigung: "Meine Lieben, weinet nicht um mich! Ich bin am Ziel. Bleibt alle Jesus treu, folgt ihm nach, damit wir uns alle in Gottes Herrlichkeit wiedersehen!"

Die Generalsekretärin unsers Bundes, Regina Claas (Elstal), verwies darauf, dass Herbert Sczepan in unserer Bundesgemeinschaft "eine große Lücke" hinterlasse. Mit großer Freude und Leidenschaft habe er sich für die Weitergabe des Evangeliums engagiert. Seine Verkündigung sei gradlinig und deutlich gewesen. Seine Begeisterung für Jesus Christus habe bis zum letzten Atemzug durchgetragen.

Herbert Sczepan hinterlässt seine Frau Edith und vier erwachsene Kinder.

Kassel, 19. November 2004
Klaus Rösler
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